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50 Kilometer bei minus 13 Grad: Schon zu Beginn des Prüfzyklus des TÜV SÜD mussten die ersten Testwagen eine Fahrt unter ernsten Bedingungen absolvieren. Die gute Nachricht: Alle Autos haben die Prüfung bestanden. Und auch die Fahrer mussten nicht auf die Heizung verzichten.
Denn Heizung im Winter und Klimaanlage im Sommer sind neben dem Motor die stärksten Stromverbraucher eines Elektroautos – sie können die Reichweite erheblich beeinflussen. Und ähnlich wie Menschen reagieren auch Batterien äußerst sensibel auf Extremtemperaturen: Wenn es zu kalt oder zu heiß ist, nimmt ihre Leistung ab.
„Wir testen alle Elektroautos auf dem Markt in den verschiedensten Situationen und gehen in den sechs Wochen Realitätstest pro Fahrzeug so nah an die Praxis wie möglich“, sagt Volker Blandow, Projektleiter vom TÜV SÜD. „Das Ziel sind genaue Angaben darüber, welches Elektroauto am besten zu welchem Fahrprofil passt.“ Deshalb werden die nächsten Testfahrten nicht nur bei anderer Außentemperatur und über andere Strecken stattfinden, sondern auch Ladezustand der Batterie, Reifendruck und Beladung verändert.
Die erste vom TÜV SÜD in Kooperation mit der Firma Next Generation Mobility getestete Gruppe bestand aus Tesla Roadster, Fiat Karabag, Smart electric drive, A-Klasse EcoDrive, Peugeot iOn und Citroën C-Zero. Im Laufe des Jahres werden alle weiteren 2012 verfügbaren Autos gefahren, darunter auch der Fluence Z.E. von Renault.
Unabhängig vom Ergebnis, das im Februar 2013 feststehen wird: Dass nun genügend E-Autos verfügbar sind, um dem TÜV als repräsentative Gruppe zu dienen, kann als weiterer großer Schritt in Richtung emissionsloser Mobilität gewertet werden.